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 Werkzeuge der Evolution
Was sind nun die Werkzeuge der Evolution? Wir verstehen darunter das "Handwerkszeug" bzw. die Hilfsmittel, um die Evolution voranzubringen.
Das Werkzeug der politischen Evolution ist u. a. offensichtlich die Rhetorik, die technische Evolution hat gewissermaßen mit dem Faustkeil begonnen und bei der biologischen Evolution können Hormone, Enzyme und Botenstoffe als Werkzeug angesehen werden, damit die Weiterentwicklung vorankommt.

Basiswerkzeuge
Betrachten wir zunächst die technische Evolution, so wissen wir, dass der Ursprung aller technischen Werkzeuge der Faustkeil in der Steinzeit war. Bis heute wurde eine entsprechend der Evolution angepasste Anzahl von Werkzeugen entwickelt, die den technischen Fortschritt ermöglichen, z. B. vom Faustkeil über den Hammer, die Zange, die Feile bis zum elektronisch geführten Laser oder vom Zeichenbrett zur elektronischen 3D-CAD-Zeichenmaschine. Auch der Weg der Rechenmaschine ist interessant, die sich von der mit Kugeln bestückten mechanischen Rechenmaschine zum leistungsfähigen, elektronischen Rechner - PC - entwickelt hat und die Tastatur zur Bedienung der Programme das wichtigste Werkzeug ist u. v. a. m.
Diese Werkzeuge sind die so genannten Basiswerkzeuge, mit deren Hilfe neue Generationen von Werkzeugen, wie Messinstrumente, in der technischen Evolution berechnet und hergestellt werden konnten.

Die Basiswerkzeuge in der biologischen Evolution sind Hormone, Enzyme und Botenstoffe. Diese wichtigen Verbindungen bilden den Mechanismus, dass auf biochemischem Wege die gerichtete Anpassung eines Organismus an den geänderten Lebensraum stattfindet.
Ein weiteres wichtiges Werkzeug ist der Stress, der in den aufgeführten, gerichteten Evolutionen als Auslöser des Fortschritts gilt. Er kann in verschiedenen Formen auftreten, z. B. Anpassungsdruck bei Veränderungen des Lebensraumes oder Wettbewerbsdruck, der durch die eventuelle Besetzung des Habitats durch einen Wettbewerber ausgelöst wird. Schließlich kann der Auslesedruck Stress erzeugen, wenn z. B. die Veränderung der Umgebung extrem hoch ist.
Ein zusätzliches "Hilfswerkzeug" ist das Axiom (keines Beweises bedürfender Grundsatz): Aktion = Reaktion. Es wirkt bei Veränderungen der gerichteten Evolution immer den Veränderungen entgegen. Wird die Umgebung wärmer, versucht der Organismus eine bessere Kühlung zu "organisieren" oder dringt ein Wettbewerber in die besetzte Nische ein, wird eine Lösung entstehen, die z. B. immun gegen das Gift des eventuellen Besetzers macht (Biologie). Auf dem technischen Gebiet werden Artikel nicht nur nachgebaut, sondern oft mit einer mehr oder weniger umfangreichen, technischen Verbesserung versehen, um dem Wettbewerber etwas entgegenzusetzen und damit die Marktnische weiterhin zu besetzen.
Die Optimierung (hoher Wirkungsgrad) eines Systems gehört zu den höchsten Zielen und wird in der gerichteten Evolution immer angestrebt, um Stress abzubauen.
Toleranzen (Plus/Minus-Abweichungen) fallen immer an, sei es bei einer Replikation der DNA oder der Produktion im technischen Bereich. Es ist ein notwendiges Übel, denn bei Organismen (Biologie) entstehen verschiedene Mutanten, was sich durch die hohe Bandbreite der Mutanten bei der Auslese positiv auswirkt. Auch bei der technischen Evolution werden Teile in gewissen Toleranzgrenzen zugelassen, was die "Produktionsausbeute" deutlich erhöht.
Diese "Werkzeuge" bilden die Voraussetzungen, um komplexe Systeme (Maschinen bzw. Organismen) "herzustellen", an den Lebensraum anzupassen und so den Fortschritt zu beleben. Die Anpassung an den Habitat läuft in der Regel bei der gerichteten Evolution auf dem eingeschlagenen Weg in kleinen Schritten ab, mit geringen Abweichungen vom Bauplan. In der Technik bleibt z. B. ein fahrbarer Untersatz ein fahrbarer Untersatz und z. B. in der Biologie bleibt ein Wirbeltier auch ein Wirbeltier, jedoch mit ständigen, kleinen Anpassungen (Verbesserungen), um das Überleben zu sichern.

Der Ablauf der gerichteten Evolution sei hier vorab kurz angesprochen und läuft, aus der technischen Evolution abgeleitet, mit folgenden Mechanismen der Regeltechnik ab:
Sensoren (Istwerterkennung)
Kommunikation (Rückkopplung)
Anpassung (Mutation)
Speichern (Werterhaltung)
Auslese (Qualitätssicherung)
Ausführlich wird darüber unter den einzelnen Evolutionen berichtet.

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